Linhof Technika

Linhof ist ein Münchner Traditionsunternehmen und bekannt für hochwertige analoge Kameras. Die Linhof Technika kam 1936 auf den Markt und ist seitdem ständig weiterentwickelt worden. Es ist eine Ganzmetallkamera für Planfilm in den Formaten 9×12 cm oder 4×5 inch; sie kann aber auch mit Rollfilmrückteilen bis zum Format 6×12 cm benutzt werden. Daneben gab es auch Modelle für 6×9 cm und 13×18 cm.

Auch wenn viele die Kameras als antiquarisch einstufen: die 9×12 Modelle werden auch heute noch in München hergestellt. Es sind zwei ähnliche Kameras, die Master Technika Classic mit Entfernungsmesser und die Master Technika 3000, die statt des Entfernungsmessers einen Weitwinkelschlitten besitzt. Billig sind diese Kameras nicht, aber bei der geringen Auflage, den hohen Produktionskosten in Deutschland und der feinmechanischen Präzisionsarbeit kann ich diese Preislage eher nachvollziehen als bei einer erstklassigen Kleinbild-Digitalkamera, die ähnlich viel kostet aber in größeren Stückzahlen in Niedriglohnländern produziert wird.

Da ich meine Geräte häufig gebraucht erwerbe, kenne ich das Produktionsdatum meiner Kamera nicht. Es ist eine Master Technika, die ab 1972 gebaut wurde und der aktuellen Master Technika Classic weitgehend entspricht. Zuvor habe ich eine Super Technika V besessen, die sich nur wenig von meiner jetzigen Kamera unterscheidet und deutlich preiswerter zu haben ist. Der Super Technika V fehlt die Klappe vorn oben in der Kamera (erkennbar an den beiden seitlichen Schiebern oben auf dem Gerhäuse), besitzt dafür aber eine nützliche Wasserwaage.

Einsatzbereich

Die Linhof Technika ist eine sogenannte Laufbodenkamera, die sich zu einem rundum geschlossenen Gehäuse zusammenklappen läßt. Ein kleines Objektiv wie das gezeigte Apo-Symmar L 5,6/150 muß dazu nicht abgenommen werden und ist so beim Transport geschützt. Im aufgeklappten Zustand ist die vordere Klappe der Träger für die Objektivstandarte. Die darauf angebrachten Schlitten lassen sich doppelt ausziehen, so dass die Kamera auch mit längeren Brennweiten verwendet werden kann.

Lange Brennweiten sind bei Großformatkameras allerdings grundsätzlich bei weitem nicht so lang wie man das von Kleinbildkameras gewohnt ist. Mit einem Apo-Ronar 9/360 wird es schon schwierig; dazu muß man neben dem vorderen Auszug auch den Auszug des Rückteils in Anspruch nehmen um auf den Nahbereich (bis ca. 3 m) fokussieren zu können.

Wesentlich besser ist dafür eine Telekonstruktion geeignet wie das Apo-Tele-Xenar 5,6/400, das allerdings sehr viel größer, schwerer und teurer ist. Diese Objektive haben etwa den Bildwinkel eines 105 mm Objektivs einer Kleinbildkamera. Die Fotografie mit langen Brennweiten ist daher keine Domäne solcher Kameras.

Anders verhält es sich im Normal- und Weitwinkelbereich. Auch hier ist durch das Laufbodenprinzip der Einsatzbereich mit extremen Weitwinkeln und mit der Verstellung der Standarten nach unten gegenüber anders konstruierten Kameras zwar eingeschränkt, aber über weite Arbeitsbereiche doch sehr gut einsetzbar. Für Architekturfotografie oder Produktfotografie ist die Technika daher nicht die erste Wahl, aber bei Aufnahmen von Landschaften oder Personen macht sie das durch bessere Transportierbarkeit und die Verwendbarkeit mit Sucher und Entfernungsmesser wett.

Einsatz als Fachkamera

Die Linhof Technika ist eine vollwertige Fachkamera, die durch Verstellbarkeit der Standarten eine Beeinflussung der Perspektive und des Schärfeverlaufs ermöglicht.

Perspektivkorrekturen nimmt man über eine Verschiebung des Objektivs vor, die mit dieser Kamera in drei Richtungen möglich ist: nach oben oder zu beiden Seiten. Zur Beeinflussung des Schärfeverlaufs können sowohl das Objektiv wie auch das Rückteil in alle Richtungen geschwenkt werden.

Das obere Bild zeigt eine Einstellung zur Entzerrung stürzender Linien. Die Aufnahme erfolgt trotz horizontaler Ausrichtung der Kamera um fast 45 Grad nach oben. Das zweite Bild zeigt eine Einstellung zur Verlagerung der Schärfeebene. Hier wird neben der Schwenkung des Objektivs auch eine Schwenkung des Rückteils eingesetzt. In der gezeigten Einstellung liegt die Bildschärfe auf einer Bildseite im Unendlichen, auf der anderen bei 50 cm.

Die Kontrolle dieser Einstellungen erfolgt über die Mattscheibe. Weil das Mattscheibenbild bei allen Fachkameras sehr dunkel ist, benötigt man zur Betrachtung Hilfsmittel. Dazu ist ein aufklappbarer Lichtschacht eingebaut, den ich aber als Notbehelf ansehe und der hauptsächlich als Schutz für die Mattscheibe dient. Am liebsten verwende ich das gute alte Einstelltuch und eine 7x Lupe. Eine gute Lichtabdichtung bietet das Tuch von BTZS, aber man muß aufpassen dass bei kühler Witterung die Mattscheibe nicht durch den Atem beschlägt. Für Aufnahmen mit weniger Umgebungslicht ziehe ich wegen seiner einfacheren Handhabung ein übliches Einstelltuch vor.

Eine Alternative zum Einstelltuch ist die Lupenhaube von Linhof. Sie besitzt eine teilbare Lupe, mit der Ganzbildbetrachtung und Fokussierung möglich sind. Sie ist innen allerdings mit Schaumgummi ausgekleidet, was sie zwar stabilisiert aber auch wenig haltbar macht. Man kann davon ausgehen, dass der Schaumstoff nach wenigen Jahren zerbröselt und die Haube dann unbrauchbar ist. Meine habe ich aufwendig mit schwarzem Samt ausgekleidet.

Die dritte Möglichkeit zur Mattscheibenbetrachtung ist der starre Winkelspiegel von Linhof. Er ermöglicht eine seitenverkehrte aber aufrichtige Bildbetrachtung und kann wie die anderen Sucheraufsätze zum fokussieren abgeklappt werden.

Einsatz als Sucherkamera

Wenn man auf die Verstellmöglichkeiten verzichtet, kann die Technika auch als Sucherkamera eingesetzt werden. Hierzu besitzt sie einen Mischbild-Entfernungsmesser und einen Sucher.

Der Entfernungsmesser ist seitlich an der Kamera angebracht und besitzt eine Einstellbasis von 9 cm. Die Benutzung fällt nicht jedem leicht, aber ich setze ihn gern ein. Das geht allerdings nur mit Objektiven, für die man eine entsprechende Steuerkurve besitzt. Sie wird in den Boden der Kamera eingesetzt und ist vom Werk präzise auf das jeweilige Objektiv eingeschliffen. Diese Steuerkurven sind nicht zwischen verschiedenen Objektiven austauschbar, selbst wenn die richtige Brennweite darauf angegeben ist. Im Beispielbild habe ich zwei Steuerkurven für 150 mm Objektive übereinander gelegt. Man sieht daran deutlich, dass die Kurven unterschiedlich geschliffen sind. Jede Steuerkurve trägt deshalb zusätzlich die Seriennummer des zugehörigen Objektivs. Einzelne Steuerkurven gebraucht zu erwerben ist daher nicht sinnvoll.

Während der Entfernungsmesser in die Kamera eingebaut ist, ist der aufsteckbare Sucher ein Extra-Zubehör für das man recht tief in die Tasche greifen muss. Er ermöglicht aber zusammen mit dem Entfernungsmesser die Verwendung der Kamera als Sucherkamera. Der Sucher kann auf Brennweiten zwischen 75 und 360 mm eingestellt werden und mit den austauschbaren Masken auch auf verschiedene Bildformate wie zum Beispiel 4×5 inch, 6×7 cm oder 6×12 cm. Leider können Brillenträger bei Brennweiten unter 135 mm den Bildausschnitt nicht ganz überblicken, und es gibt keine Korrekturlinsen mit denen man dieses Manko überbrücken könnte.Ich habe mir deshalb eine Nikon-Korrekturlinse aufgeklebt, was aber sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Es gibt noch ein älteres, grau lackiertes Modell, bei dem diese Einschränkung noch ausgeprägter ist. Wer will, kann auch den (ebenfalls als Sonderzubehör lieferbaren) Handgriff anbringen und die Kamera aus der Hand verwenden. Das stärkt auch die Muskeln..

Einsatz mit Weitwinkelobjektiven

Das Rodenstock Grandagon-N 4,5/75 ist mein stärkstes Weitwinkel, das ohne spezielle Maßnahmen noch einsetzbar ist. Es entspricht etwa einem 21-mm Objektiv einer Kleinbildkamera. Anders als das lichtschwächere Grandagon-N 6,8/75 besitzt mein Objektiv einen Copal 1 Verschluß, so dass es nicht auf eine versenkte Platine montiert werden kann. Der geringe Auszug erlaubt nur noch wenig Verstellweg bezüglich Verschiebung nach oben oder seitlich. Hier kommt die Klappe oben an der Kamera zum tragen, welche die Möglichkeit zur Höhenverschiebung etwas erweitert. Dramatisch ist der Gewinn jedoch nicht, so daß man zumeist auch mit einer Super Technika V ohne diese Klappe gut leben kann. Die Klappe ist übrigens das einzige Bauteil, das der hohen Bauqualität der Kamera nicht ganz gerecht wird: sie besitzt kein Scharnier sondern ist nur an der Belederung festgeklebt. Sie erfüllt aber ihren Zweck.

Objektive mit Brennweiten unter 72 mm können an diesem Technika-Modell nicht direkt verwendet werden. Das ist mit der Technika 3000 (oder der etwas älteren Technika 2000) möglich, die im Kameragehäuse einen zusätzlichen Einstellschlitten besitzt. Es gibt aber für die Master Technika Objektive, die über einen Schneckengang fokussiert werden können und die deshalb ohne zusätzlichen Einstellschlitten auskommen. Wenn der Laufboden weit genug abgeklappt wird, läßt sich auf diese Weise sogar das Schneider Super-Angulon 5,6/47 XL verwenden – entsprechend etwa einem 14 mm Objektiv einer Kleinbildkamera. Eine Verschiebung der Standarte ist in dieser Position wegen des Kameragehäuses allerdings kaum mehr möglich. Wenn man den Zubehörschuh entfernt, läßt sich aber ca. 1 cm für die Hochverschiebung gewinnen – mehr als der Bildkreis dieses Objektivs zuläßt.

Das 47 XL in Nullposition muß im Querformat verwendet werden, sonst kommt der Laufboden auf das Bild. Für Hochformataufnahmen muß man entweder die Kamera drehen oder das Objektiv nach oben verschieben. Der geringe Verstellweg ist dafür ausreichend. Technika-Objektive mit Schneckengang sind auf flachen Platinen montiert und können deshalb nicht immer für andere Kameras verwendet werden.

Platinen und Drahtauslöser

Die Platinen für die Linhof Technika lassen sich auch an vielen anderen Kameras einsetzen, zum Beispiel an der Linhof Technikardan oder an vielen Field-Kameras wie den Chamonix– oder Shen-Hao 4×5 Modellen. Es gibt außerdem Adapter, mit dem sich Objektive auf Technika-Platinen an anderen Kameras ansetzen lassen. Umgekehrt lassen sich über einen Adapter auch die noch kleineren Horseman-Platinen an der Technika verwenden.

Die Technika-Platinen sind relativ klein, erlauben aber die Montage von Objektiven bis zur Verschlußgröße 3. Versenkte Platinen gibt es allerdings nur in Größe 0, weshalb manche lichtstärkere Weitwinkelobjektive auf planen Objektivplatten montiert werden müssen. Deren Verstellmöglichkeiten sind daher etwas eingeschränkter als das bei den lichtschwächeren Modellen der Fall ist.

Weil die Gewinde für den Anschluß der Drahtauslöser nahe an der Platine sitzen, ist die Befestigung etwas schwierig oder bei versenkten Platinen gar nicht möglich. Manche Platinen besitzen deshalb spezielle Schnellbefestigungen, in welche die Linhof-Auslöser einfach eingesteckt werden. Das geht nur mit den Auslösern von Linhof, die oberhalb der Riffelung eine Einkerbung besitzen und in den Handgriff eingesteckt werden können. Außerdem muß der mit diesen Auslösern gelieferte konische Nippel auf das Gewinde geschraubt werden, ohne den hält es meist nicht. Weil man den sehr leicht verliert, führe ich zwei Drahtauslöser mit.

Rollfilmrückteile

Die Technika ist mit einem Graflok-Rückteil ausgestattet, so dass man neben den üblichen Planfilmkassetten auch Super Rollex oder andere Rollfilmrückteile ansetzen kann, die es in den Formaten von 6×6, 6×7, 6×9 und 6×12 gibt.

Einfacher ist jedoch die Verwendung von Einschub-Rollfilmkassetten wie der Sinar Vario Kassette, die allerdings sehr voluminös ist. Von Linhof gibt es auch eine Rapid-Rollex Einschubkassette, bei der aber das Filmfenster nicht zentriert im Bildfeld ist.

Stative und Stativköpfe

Ich nehme für diese Kamera in der Regel ein Gitzo Carbonstativ der Serie 2. Das ist mehr als stabil genug und vergleichsweise leicht. Eine gute Kombination ist der Manfrotto 3D-Getriebeneiger 410, wobei allerdings zur Formatumstellung mit dem Drehrückteil die Kamera kurz vom Stativkopf gelöst werden muss. Dieser Neiger leistet auch für viele andere Kameras gute Dienste, wenn eine genaue Ausrichtung gewünscht ist. Obwohl die Ausrichtung mit einem Kugelkopf deutlich schwieriger ist, verwende ich zur Gewichtseinsparung aber auch den FLM Kugelkopf 38-FT oder den Arca-Swiss P0, wobei der letztere leichter und stabiler ist.

Stativbefestigung

Die Linhof Technika besitzt drei Stativbefestigungen: eine unter dem Gehäuse, eine vorn an der Gehäuseklappe, und eine unter dem Sucherschuh der sich herausnehmen läßt. Diese beiden zusätzlichen Befestungungsmöglichkeiten sind nützlich wenn mit einem schweren Objektiv das Gewicht verlagert oder wenn die Kamera über Kopf montiert werden soll. Diese Überkopf-Montage ermöglicht eine Tief-Verstellung der Objektive, erfordert aber akrobatischen Einsatz und ist eher für den Notfall einsetzbar. Bei längeren Brennweiten wird meist eine indirekte Verschiebung genügen, bei welcher der Laufboden abgeklappt und das Objektiv geschwenkt wird, so dass es wieder parallel zum Film ausgerichtet ist.

Gut zur Kamera passt die Kameraplatte des Manfrotto 3D-Neigers 410, von denen ich eine zweite an der Frontklappe angebracht habe. Alternativ verwende ich mit dem Arca-Swiss P0 auch das kleine Arca-Swiss System, für das es einen L-Griff gibt. Der ist stabil genug um die Kamera im Querformat zu halten, wenn das wie zum Beispiel bei Verwendung des 47 XL notwendig sein sollte. Unter normalen Umständen ist die Formatumstellung mit dem Drehrückteil die weit bessere Lösung.

Was ist in meiner Fototasche?

Eine vielfältig einsetzbare Ausrüstung mit den Objektiven 65, 90, 150, 250 und 400 mm sowie einem Pinhole mit Verschluss kann samt Zubehör in einem noch kompakten Rucksack verstaut werden. Je nach Aufgabe tausche ich einige Objektve aus oder lasse sie ganz weg. Neben drei Planfilmkassetten sind auch zwei Grafmatic Halter im Set, insgesamt Material für 18 Aufnahmen.

In den Taschen sind noch einige Kleinteile und das Einstelltuch. Aussen ist ein Carbonstativ mit Kugelkopf angeschnallt, um das Gewicht in Grenzen zu halten. Das ganze wiegt ca. 11 kg, mit denen ich schon Strecken bis zu 10 km im Schwarzwald gewandert bin.

Tipps zum Gebrauchtkauf

Einer Firma wie Linhof ist zu wünschen, neue Geräte verkaufen zu können.  Nicht jeder wird sich aber eine neue Kamera leisten können, während ein gebrauchtes Gerät noch im Budget liegen könnte. Für gebrauchte Kameras muß man je nach Modell und Zustand ca. 1000 € bis 2000 € auslegen, zuzüglich Objektiv.  Das ist viel Geld, aber auch nicht mehr als eine mittlere bis hochwertige Digitalkamera, die nach wenigen Jahren wertlos ist. Mit der Technika hat man ein Präzisionsgerät, über das man sich viele Jahre freuen kann. Ich habe eine ältere Technika 70 besessen, die 50 Jahre nach ihrer Herstellung noch bei Linhof repariert werden konnte. Die Technikas sind aber robuste Geräte, und Reparaturen sind auch bei älteren Kameras selten nötig. Bei meiner Master Technika war eine der Führungen für das Graflok-Rückteil gebrochen. Linhof hat mir kostenlos das entsprechende Ersatzteil zugeschickt – ein Service wie ich ihn anderso kaum erwarten würde.

Eine Super-Technika V ist weitgehend identisch mit der hier gezeigten Master Technika und für die meisten Zwecke völlig ausreichend. Ich würde mir allerdings eine Kamera aus späterer Produktion kaufen, bei welcher der Hebel zur Höhenverstellung wie bei der Master Technika aus Metall ist.

Das wichtigste Teil, das einem Verschleiß unterliegt, ist der Balgen. Um die notwendige Flexibilität zu gewährleisten, ist er relativ dünn und kann bei älten Kameras Schäden aufweisen. Achten Sie beim Kauf vor allem auf die Ecken des Balgens; sie dürfen keine Löcher aufweisen. Selbst nicht direkt sichtbare kleine Löcher (Pinholes) sind kritisch. Um den Zustand zu prüfen, ziehen Sie den Balgen aus und schauen bei starkem Umgebungslicht hinein. Wenn Sie mit dem Entfernungsmesser arbeiten möchten, prüfen Sie die Justierung. Bei vollständig eingeschobenem Objektivträger sollten die Teilbilder übereinander liegen.

Bei manchen Kameras fehlen Teile der Belederung, was aber nur kosmetische Auswirkungen hat.

Meine Erfahrung mit der Technika

Die Technika ist eine Kamera für eine andere Fotografie als man sie mit einer Digitalkamera gewohnt ist. Aufnahmebedingungen, Aufwand und Kosten führen dazu, dass man mit dieser Kamera in einzelnen Bildern fotografiert. Das kann man mit einer Digitalkamera zwar auch, aber ich zumindest arbeite damit in aller Regel anders. Dieses Mehr an Sorgfalt, das man in einzelne Bilder legt, wirkt sich auf die Qualität der Bilder aus.

Die Bilder dieser Kamera sind aber auch von der Bildwirkung anders. Feine Graustufen, selektive Schärfe, Beeinflussung der Perspektive – das ist alles leicht machbar. Diese Eigenschaften sind Großformatkameras zwar generell eigen, aber die Technika bringt alles in einem leicht zu transportierendem und robusten System unter. Gegenüber anders konstruierten Großformatkameras hat sie zwar technische Einschränkungen, aber da ich höchst selten Architektur oder Produkte fotografiere, hat das für mich keine praktische Auswirkung. Die Möglichkeit, ohne Mattscheibe zu fotografieren ist dagegen sehr wertvoll und mit nur wenigen anderen Großformatkameras möglich.

Nicht zuletzt liebe ich auch die feinmechanische Präzision und konstruktive Finesse, mit der diese Kamera gebaut worden ist. Es hat also gute Gründe, weshalb diese Kamera noch immer hergestellt wird. All das führt dazu, dass ich diese Kamera sehr schätze und auf lange Sicht einsetzen werde.

Weitere Informationen zur Technika finden Sie auf der Linhof Homepage.

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